zusammen mit dem Bayerischen Fernsehen zu verwirklichen.
Es ist eine Filmerzählung über das außerordentliche Leben des
Filmemachers Bernhard Wicki im Kontext mit der Zeitgeschichte. Es ist
eine Zeitreise durch das letzte Jahrhundert mit seinen Ereignissen und
Schrecknissen, die Wicki geprägt haben zu einem unbeirrbaren
Filmemacher, der Film und Zeitgeschichte geschrieben hat.
Bernhard Wicki erzählt die Erinnerungsstücke von Triumph und Niederlage
selbst, die aus diversen TV-Portraits und aus vielen Stunden von
Audio-Aufzeichnungen der letzten Jahre seines Lebens zusammengestellt
sind. Er macht sich zum Zeugen seines erlebten Jahrhunderts und steht im
Dialog mit dem Erzähler, seinem Freund
Maximilian Schell. Wickis
Lebensbericht wird durch den „Zitator Bernhard",
Michael Mendl, ergänzt,
der sich auf „Spurensuche" begibt – eine Spurensuche nach dem Menschen
Bernhard Wicki, wahrhaftig, widersprüchlich, im letzten rätselhaft.
Sensibel und unbequem, zuweilen mit geballter Faust und verwurzelt in
seiner Liebe zum „Bilder machen" und zu Poesie. Die frühen Gedichte
Bernhard Wickis werden von
Klaus Maria Brandauer „in Freundschaft und
Verbundenheit zu Bernie" gelesen.
Auf ihrem Weg zu Bernhards Grab durch den Nymphenburger Park erinnert
sich schließlich
Elisabeth Wicki-Endriss an 23 gewaltige Jahre
Gemeinsamkeit.
Bernhard Wicki führt uns zusammen mit dem Erzähler und den Zitatoren an
Originalschauplätze (Bildgestaltung Franz Rath), die im Wechsel mit
umfassendem Archiv- und Ausschnittmaterial eine komplexe Erzählstruktur
ergeben. Er beschreibt die Wurzeln der Jugend, die Prägungen durch die
Zeit im KZ Sachsenhausen „außerhalb jeglicher Vorstellung", den
„Paukenschlag" durch seinen ersten Spielfilm „Die Brücke", gefeiert in
der ganzen Welt, den Ruf nach Hollywood, den Donnerschlag und die
Überwindung einer Krebskrankheit, die Rebellion gegen sich selbst und
den unerbittlichen jahrelangen Kampf um seinen Spielfilm „Das
Spinnennetz", der sein letzter sein wird. Schließlich die Beharrlichkeit
um seine beiden Frauen Agnes und Elisabeth, ein elementarer Aspekt
seines Weges. Am Ende eines Lebens der Extreme steht in einer Zeit der
großen Krankheit ein Mensch voller Klarheit und Würde, der maskenlos
bittere Bilanz zieht.
Die Kraft der Bilder aus Wickis Regie-Filmen, seine Aura und seine
Eindringlichkeit als Filmschauspieler sind die Basis für diese
Kinogeschichte. |
In einer immer unübersichtlicher werdenden Welt, voller Vorurteile,
voller Eskalation von Gewalt und Terror, wo Kriege und
Menschenverachtung wieder an der Tagesordnung sind, sind wir angehalten
zum „wach sein" zu mahnen. Dass Bernhard Wicki das als „Daueraussage"
getan hat, bezeugen seine Filme. Sie sind sein künstlerisches und
humanitäres Vermächtnis – der unerbittliche Kampf für den in seiner
Würde und Rechten bedrohten Menschen.
Für sein Engagement für Frieden und Völkerverständigung wurde er von den
Vereinten Nationen ausgezeichnet.
Dossier zum Download als pdf |
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